Natürlicher Flussübergang "Furt" bei Loitersdorf

Furt bei Loitersdorf

Natürliche Flussübergänge wie die Furt bei Loitersdorf waren zur Zeit der Besiedelung des ViIstals interessante Siedlungsplätze. Auch die Gründung des Ortes Frontenhausen könnte mit diesem natürlichem Übergang über die Vils auf dem Weg von Mühldorf über Dingolfing nach Regensburg zusammenhängen. Die auffallende Erhebung in der Wiese nahe der Furt ist der Rest einer sogenannten "Motte", eines Turmhügels. Im Mittelalter hob man dazu Ringgräben aus und schüttete in der Mitte einen Hügel auf, auf dem ein Holzturm errichtet wurde. Bei
dem Turmhügel nahe Loitersdorf liegt die Vermutung nahe, dass er zur Bewachung der Furt gedient haben könnte.

 

Auf einer Länge von ca. 50 Metern wird der ViIsübergang noch heute von Landwirten für die Überfahrt zu den anliegenden Feldern genutzt. Die Schlussszene des Kinofilms "Grenzverkehr", als die drei Abenteurer mit einer waghalsigen Flussüberquerung ihren Verfolgern entkamen, wurde an der Vils bei Loitersdorf gedreht. Der Begriff "Furt" erinnert bei vielen großen Städten wie zum Beispiel Frankfurt, Erfurt, Schweinfurt und Klagenfurt an deren Gründung an einem Flussübergang.

 

Hier gehts zum Google-Maps Link der Furt bei Loitersdorf!