Freilaufende große Hunde und umherliegender Hundekot - ein ständiges Ärgernis.

Hund

Die Marktverwaltung erhält immer wieder Beschwerden, dass an der Vils entlang, in den sog. „Vilswiesen“, große Hunde ohne Leine umherlaufen und weiter Hundekot nicht ordnungsgemäß über die von der Marktverwaltung errichteten „Hundestationen“ entsorgt wird.  Die Regelungen in den Gemeinden sind dazu teils unterschiedlich. Der Leiter des Amtes für öffentliche Sicherheit und Ordnung, Herr Christian Dittrich, gibt Auskunft, wie mit der Hundehaltung in Frontenhausen umgegangen wird.

 

„Um ein harmonisches Miteinander von Mensch und Hund innerhalb unserer Marktgemeinde zu erreichen, sind gewisse Regelungen erforderlich, an welche wir regelmäßig mit der Bitte um Beachtung in der Tageszeitung sowie über unsere Internetseite erinnern. Auf der neuen Homepage der Marktverwaltung gibt es dafür einen eigenen Bereich speziell für Hundehalter/innen, wo wir zu den Themenbereichen Hundehaltung, Hundesteuer und Hundestationen nützliche und wichtige Informationen geben. Große Hunde (größer als 50 cm) sind dabei in allen öffentlichen Anlagen und auf allen öffentlichen Wegen, Straßen und Plätzen im bebauten Innenbereich des Gemeindegebietes sowie in den sogenannten „Vilswiesen“ und der „Landwirtschaftsfläche untere Au“ ständig an der Leine zu führen. Die Leine muss reißfest sein und darf eine Länge von drei Metern nicht überschreiten. Die Person, die einen leinenpflichtigen Hund führt, muss dabei jederzeit in der Lage sein, das Tier körperlich zu beherrschen. Für kleine Hunde (kleiner als 50 cm) gilt dies nicht, diese Hunde dürfen grundsätzlich überall frei laufen, sofern der Hund banal gesagt, nicht „aggressiv“ ist.

 

Mit dieser bereits seit Ende 2014 geltenden Neufassung der Verordnung wollte der Markt Frontenhausen einerseits auch ein „Freilaufen“ für große Hunde ermöglichen und andererseits dem Aspekt der öffentlichen Sicherheit und Ordnung Rechnung tragen. Vielen Bürgerinnen und Bürgern ist unwohl, wenn auf sie ein großer Hund zuläuft, den sie nicht kennen. Und dies gilt es zu respektieren und zu regulieren, so Christian Dittrich. Weiter wollte man auch dem Natur, Tier- und Artenschutz ausreichend Rechnung tragen. Die „Vilswiesen“ sind Lebensraum vieler unterschiedlicher Tierarten, insbesondere genießen sie besonderen Schutz in der Brutzeit der Vögel. Durch große Mengen Hundekot verunreinigtes Futter wie Gras, Heu und Silage kann wiederrum andere Tiere krank machen oder unnötig gefährden. Auch haben Landwirte schon davon berichtet, dass in der Natur, insbesondere den Wiesen, unsachgemäß weggeworfene Hundekotbeutel sich auch schon oftmals im Futter der Tiere wiedergefunden haben. Selbsterklärend in diesem Zusammenhang, dass dies eine große Gefahr für die Tiere darstellt und die Entfernung von Hundekot nur Sinn macht, wenn auch die Beutel anschließend in den entsprechend vorgehaltenen Abfallbehältnissen entsorgt werden. Entsprechend dafür wurden mittlerweile „rote“ Hundekotbeutel angeschafft, um die unsachgemäß entsorgten „Tüten“ in der freien Natur besser auffinden zu können.

 

Wer also in den öffentlichen Grünanlagen einen Hund (egal ob groß oder klein) mitführt, hat dies so zu tun, dass andere Personen/Tiere nicht gefährdet, geschädigt oder belästigt und die Grünanlagen nicht verunreinigt werden. Wer vorsätzlich oder fahrlässig gegen diese Regelungen verstößt, kann mit Geldbuße belegt werden. Der Markt Frontenhausen hat in der Vergangenheit viel Geld für eine geordnete Entsorgung von Hundekot mit den sog. „Hundestationen“ an unterschiedlichen Wegen und Bereichen investiert und stellt jährlich kostenlose Hundekotbeutel im Wert von mehr als 700 Euro für seine Hundehalter zur Verfügung.

Abschließend daher der Appel: Bitte tragen Sie als Hundehalter/in dafür Sorge, dass ihr Hund/ihre Hunde innerhalb der beschränkten Flächen etwaig nur mit Leine gehalten werden und generell keine Hunde unbeaufsichtigt/unkontrolliert umherlaufen sollen. Auch offensichtlich gutmütige Hunde können unter gewissen Umständen durch unbedachte Angstreaktionen auf Fußgänger oder Radfahrer oder beim Zusammentreffen mit Artgenossen aggressiv reagieren und unangenehmen Unfrieden heraufbeschwören. Die Verantwortung und Schadensersatzpflicht hierfür liegt immer beim Hundehalter selbst. Wer eine Hinterlassenschaft seines Hundes nicht beseitigt, stört in erster Linie seine Mitmenschen, begeht eine Ordnungswidrigkeit und läuft Gefahr, mit einem entsprechenden Bußgeld belegt zu werden.

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