Kommunale Wärmeplanung in Frontenhausen: Erste Ergebnisse vorgestellt

KWP

Bild: Projektingenieur Robin Spindler mit Kollegin Elena Gehlich (beide energieagentur Regensburg), Bürgermeisterin Gaby Seisenberger (3 v.l.), Bauhofleiter Gerhard Vilsmaier (3 v.r.), die zuständige Sachbearbeiterin Elisa Seisenberger (2 v.l.) und Geschäftsleiter Christian Dittrich (1 v.r.).

Mit dem Beschluss des Marktgemeinderates vom 28. April 2025 hat die Marktgemeinde Frontenhausen frühzeitig den Startschuss für die Kommunale Wärmeplanung (KWP) gegeben und den Auftrag hierfür an die energieagentur Regensburg erteilt. Am 20. Mai 2026 fand hierzu im Rathaus ein Zwischenstandsgespräch mit den beteiligten Akteuren statt. Dabei wurden erste Ergebnisse der bisherigen Untersuchungen vorgestellt und die weiteren Schritte im Planungsprozess besprochen.


Analyse der aktuellen Wärmeversorgung und weitere Schritte
Im Rahmen der Wärmeplanung wurde bisher untersucht, wie die Gebäude im Gemeindegebiet derzeit mit Wärme versorgt werden. Dabei wurden typische Gebäude- und Heizstrukturen erfasst sowie Bereiche mit besonders hohem Wärmebedarf identifiziert. Zudem wurden bestehende Energieinfrastrukturen, mögliche Potenziale erneuerbarer Energien sowie Optionen für eine künftige klimaneutrale Wärmeversorgung betrachtet.


Die nächsten Schritte der Wärmeplanung sind die Bestimmung von Fokusgebieten, die im Rahmen des Endberichtes detaillierter betrachtet werden. Hierbei wird z.B. die Erweiterung eines bestehenden Wärmenetzes berücksichtigt. Gleichzeitig werden allerdings auch dezentrale Lösungen für Gebiete betrachtet, in denen eine netzgebundene Versorgung voraussichtlich nicht wirtschaftlich oder technisch sinnvoll ist.


Bürgerbefragung zur Kommunalen Wärmeplanung
Aktuell findet eine Bürgerbefragung statt, um den Status Quo der Wärmeversorgung bestmöglich zu erfassen. Den Fragenbogen finden Sie unter folgendem Link oder über den QR-Code am Ende dieses Artikels:

https://www.energieagentur-regensburg.de/buerger-frontenhausen

 

Die Fragebögen können auch ausgedruckt im Rathaus abgegeben werden. Sollten Sie keinen Drucker haben, liegen im Rathaus auch Exemplare zum Ausfüllen bereit.


Die Teilnahme an der Befragung trägt wesentlich dazu bei, die Datengrundlage der Kommunalen Wärmeplanung zu verbessern. Je mehr Rückmeldungen eingehen, desto genauer können die bestehende Wärmeversorgung, typische Heizstrukturen und mögliche künftige Versorgungsoptionen dargestellt werden. Bitte nehmen Sie daher nach Möglichkeit an der Befragung teil.

 

Wichtig ist: Die KWP ist ein strategisches Konzept und keine konkrete Ausbau- oder Anschlussplanung. Sie geht mit keiner Verpflichtung für Bürgerinnen und Bürger einher. Laut Wärmeplanungsgesetz besteht kein Anspruch auf eine bestimmte Wärmeversorgung in einem Gebiet. Auch wenn in einem Bereich perspektivisch ein Wärmenetz als geeignete Option dargestellt wird, bedeutet dies nicht automatisch, dass dieses umgesetzt oder ein Gebäude künftig daran angeschlossen wird. Die Ergebnisse dienen vielmehr dazu, die langfristigen Möglichkeiten einer klimaneutralen Wärmeversorgung besser einschätzen und weitere Schritte fundiert vorbereiten zu können.


Bei einem aktuellen oder zeitnahen Heizungstausch sollten Bürgerinnen und Bürger daher nicht allein auf mögliche künftige Entwicklungen warten. In vielen Fällen ist es sinnvoll, bereits jetzt den Umstieg auf eine Heizung mit erneuerbaren Energien zu prüfen. Dies trägt aktiv zum Klimaschutz bei und wird derzeit über die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) finanziell unterstützt.
Wenn Sie eine Beratung wünschen, können Sie beispielsweise die kostenfreien Angebote des VerbraucherService Bayern unter folgendem Link nutzen:
https://www.verbraucherservice-bayern.de/themen/energie/energieberatung

 

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